Die Rhön AG plant am Standort Marburg ein sogenanntes Campus-Konzept. Grundgedanke ist, freiberufliche Ärzte am Klinikum auf den Lahnbergen anzusiedeln, um in Kooperation mit dem UKGM Patienten zu sortieren. Das UKGM möchte mehr lukrative Patienten stationär aufnehmen, andere Patienten, die nicht unbedigt „universitäre Medizin“ benötigen, sollen von den Ärzten ambulant versorgt werden oder in andere Krankenhäuser geschickt werden. Hintergrund ist, dass das Management trotz schwarzer Zahlen am Gesamt-UKGM in Marburg Verluste medlet. Es soll also mehr Geld verdient werden. Die Meinungen zu einem solchen Konzept sind durchaus geteilt: Während der neue OB Spies hält die Nähe von Arztpraxen und Klinikum für sinnvoll, wenn gewährlsitete wird, dass die freien Ärzte unabhängig bleiben. Kritiker des Konzeptes bemängeln, dass 12- 14 Arztsitze aus der Stadt und dem Landkreis an den Lahnbergen konzentriert würden. Dies bedeutet eine Schwächung der ärztlichen Versorgung in der Fläche, sprich Patienten aus den ländlichen Regionen des Landkreises müssen häufiger auf die Lahnberge. Wenn sie Pech haben werden sie von dort allerdings wieder weggeschickt, weil sich ihre Krankheit für das UKGM nicht lohnt. Sie müssen dann vielleicht wieder fahren – in ein anderes Krankenhaus in einer anderen Stadt. Das Interesse der Rhön AG ist es, mehr Gewinne zu machen. Aber welches Interesse haben Sie als Patient/in?

mehr…