Privatisierung Kliniken

Eine Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung von Nils Böhlke gibt Aufschluss über die Unterschiede zwischen privaten, kommunalen und kirchlichen Krankenhäusernbezogen auf die Arbeitnehmersituation. Die Zahlen sind von 2007. Versorgt eine Pflegekraft im Kommunalen Haus in einem Jahr 454 Betten, sind es im privatisierten Krankenhäusern 518 Betten, Ärzte versorgen in privaten Häusern ca. 30 % mehr Patienten. Die Unternehmensberatung McKinsey bestätigt die Daten. In der GEK-Studie aus dem Jahr 2007 geht hervor, dass sich auch die Arbeitsverträge unterscheiden. Zum einen gilt häufig in Privatisierten Häusern nicht der TvöD, zum anderen gibt es deutlich weniger Vollzeitbeschäftigte. Nils Böhlke ergänzt, dass Arbeitnehmer in einem Viertel privatisierter Kliniken überhaupt keine Tarifverträge haben. Betrachtet man die Outsourcing-Quote also das Maß, in dem ein Unternehmen Dienstleistungen an externe Firmen oder eigenen neu gegründete Tochtergesellschaften vergibt, zeigt sich ein ähnlich ungünstiges Bild für Mitarbeiter privater Kliniken.