2010 – 2012

Interview zu Rhön-Kliniken „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

Interview zu Rhön-Kliniken „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“ Den geplanten Verkauf der Unikliniken verfolgt auch die evangelische Kirche aufmerksam. Im FR-Interview spricht Propst Helmut Wöllenstein über Privatisierungen im Gesundheitswesen, die Aufgabe der Kirche und warum sie sich früher in die Debatte hätte einschalten müssen. Mehr…

Es fehlen 100 Pflegekräfte

13.12.12 Frankfurter Rundschau „Es fehlen 100 Pflegekräfte“ Die Rhön-Uniklinik Gießen-Marburg will mit dem vorhandenen Personal mehr Umsatz machen. Doch der Betriebsrat klagt, dass die Zahl der Mitarbeiter zu niedrig sei. Die Arbeitsbelastung sei schon jetzt unerträglich. Mehr…

Ärztekammer protestiert gegen Subventionierung der Rhön-Klinikum AG

24.11.12 Die Welt Ärztekammer protestiert gegen Subventionierung der Rhön-Klinikum AG Die hessischen Ärzte sprechen sich klar gegen eine weitere Subventionierung der Rhön-Klinikum AG aus Steuermitteln aus. Eine entsprechende Resolution verabschiedete die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer in Bad Nauheim. Mehr…

Steuergeld für Rhön-Konzern

4.11.12 Frankfurter Rundschau Steuergeld für Rhön-Konzern Eigentlich hat das Land Hessen die Uniklinik Marburg-Gießen (UKGM) privatisiert, weil es die Investitionskosten nicht mehr tragen wollte. Doch nun soll der Steuerzahler doch wieder zur Kasse gebeten werden: Das Land plant, bis zu 13 Millionen Euro jährlich zur Verfügung zu stellen. Mehr…

Bündnis sammelt fleißig weiter

29.10.12 Oberhessische Presse Bündnis sammelt fleißig weiter Das Engagement gegen den Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) reißt nicht ab: Knapp 1400 neue Unterschriften wurden am Samstag gesammelt. Mehr…

Krebsforscher gibt seine Professur auf

Krebsforscher gibt seine Professur auf Es sollte ein Leuchtturmprojekt für die Krebstherapie werden: Am Institut für Strahlenbiologie und molekulare Radioonkologie wollte der Strahlenbiologe Jochen Dahm-Daphi die Behandlung von Tumoren mit einer Inonenstrahl-Kanone erforschen. Doch der private Klinikbetreiber Rhön kippte das Projekt. Mehr…

Die Rückkehr-Offensive hat begonnen

Die Rückkehr-Offensive hat begonnen Der Kampf der UKGM-Mitarbeiter für eine gesicherte Zukunft am Universitäts-Klinikum in Marburg geht in die nächste Runde. Die Initiativgruppe UKGM ruft alle betroffenen Klinik-Mitarbeiter dazu auf, ihre Rückkehrabsicht in den Landesdienst in Form einer Absichtserklärung beim Marburger Notar Fridhelm Faecks zu hinterlegen, der in dieser Sache als Treuhänder fungiert. Mehr…

43 000 Unterschriften gegen Stellenabbau am Uniklinikum

43 000 Unterschriften gegen Stellenabbau am Uniklinikum Das Aktionsbündnis »Gemeinsam für unser Klinikum« hat am Dienstag in Wiesbaden die bisher gesammelten 43 000 Unterschriften gegen einen Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg an Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann übergeben. Mehr…

Krebsklinik-Skandal in Marburg – Lebensretter ohne Chance

20.09.2012 Spiegel online Krebsklinik-Skandal in Marburg – Lebensretter ohne Chance Für mehr als 100 Millionen Euro ist an der Marburger Uni-Klinik ein Zentrum für innovative Krebstherapie aufgebaut worden – doch die Ionenstrahl-Kanone, Kernstück der Anlage, wird gar nicht genutzt. Zu teuer, sagt der private Betreiber. Mehr…

Abbau auch bei Ärzten

Abbau auch bei ÄrztenJetzt soll es also auch die Ärzte treffen: Rund 30 Arztstellen sollen an den beiden Standorten eingespart werden, erfuhr jetzt Franz-Josef Schmitz, Gynäkologe und Vorsitzender des Personalrats in Marburg. Mehr…

Rhön-Uniklinik fürchtet die Zukunft

05.09.2012 FR Rhön-Uniklinik fürchtet die Zukunft Vor sechs Jahren verkaufte das Land Hessen die Uniklinik Gießen-Marburg an den Rhön-Konzern. Der Betriebsrat der Klinik fordert nach der geplatzten Übernahme durch Fresenius den Landtag nun zum Rückkauf auf. Die Unsicherheit über die Zukunft der Rhön-Uniklinik Gießen-Marburg geht weiter. „Das ist schon Psychoterror“, zitiert die Marburger Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher einen Kollegen am Dienstag. Die Übernahme-Pläne von Fresenius sind geplatzt. Die Probleme vor Ort bleiben. „Die Ungewissheit um den eigenen Arbeitsplatz“ sei zermürbend, sagt Böttcher. „Empörend“ sei, dass Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kein einziges Wort darüber verloren habe. Mehr…

„Große Sorgen und Ängste“

„Große Sorgen und Ängste“ Die Ankündigung der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), die humangenetische Versorgung künftig am Standort Marburg zu konzentrieren hat bei den Mitarbeitern in Gießen „große Sorgen und Ängste“ ausgelöst. „Die Beschäftigten wissen nicht, wie es weitergeht“, fasste der Betriebsratsvorsitzende Klaus Hanschur die Stimmung nach einem Treffen der Arbeitnehmervertretung mit Mitarbeitern des Instituts zusammen. In einem ersten Schritt hat der Betriebsrat die Geschäftsführung des Großkrankenhauses aufgefordert, ausführlich über die Verschmelzungspläne zu informieren. Das Vorgehen der Klinikum-Spitze sei im Übrigen ein weiterer Beleg dafür, „dass wir, wie bei anderen Fragen auch, Auskünften hinterherlaufen müssen“. Der Betriebsrat sei vor wenigen Wochen von Beschäftigten über anstehende Veränderungen in der Humangenetik in Kenntnis gesetzt worden, so Hanschur. Mehr…

Kranke Häuser!

Süddeutsche Zeitung Magazin Kranke Häuser! Wenn Ärzte und Kliniken wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, ist das gut für uns alle. Es sei denn, ein Patient braucht Hilfe. Jeden Tag bekommt der Betriebsrat der Uniklinik Marburg eine Überlastungsanzeige. Jeden Tag gesteht einer der 9500 Mitarbeiter ein: Ich kann nicht mehr. Folgen hatte das bisher nur, als öffentlich bekannt wurde, dass auch die Oberärzte der Kinderonkologie die Überlastung beklagten. »Da war das Geschrei groß«, sagt die Betriebsrätin Bettina Böttcher. »Alle hatten Angst um die Kinder.« Die Klinikleitung schuf daraufhin ein paar neue Stellen. In der Regel werden die Hilfeschreie überhört und die Mitarbeiter flüchten sich in Zynismus. Mehr…

Petition für Uniklinik

24.08.2012 Frankfurter Rundschau Petition für Uniklinik Krankenhäuser in den Händen gewinnorientierter Betreiber – ein unhaltbarer Zustand, finden 1250 Unterzeichner einer Petition. Sie fordern die Landesregierung darin auf, die Privatisierung der Uniklinik Gießen und Marburg zurückzunehmen. Die Landesregierung soll die Privatisierung der Uniklinik Gießen und Marburg zurücknehmen. Eine Petition mit dieser Forderung übergibt das „Aktionsbündnis gemeinsam für unser Klinikum“ am kommenden Mittwoch im Wiesbadener Landtag der Ausschussvorsitzenden Barbara Cárdenas. „Befreien Sie die Unikliniken aus der Abhängigkeit eines privaten Betreibers, der nicht ausschließlich dem Wohl der Patienten, der Beschäftigten und den Aufgaben medizinischer Fakultäten verpflichtet ist“, heißt es in der Petition der 1250 Bürger – „sondern der Renditeerwartung seiner Aktionäre“. Mitarbeiter haben unterzeichnet, Professoren, Ärzte, Gewerkschafter, Bürger. Mehr…

Klinikbündnis appelliert an Landtag

Klinikbündnis appelliert an Landtag Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) holt sich die Unternehmensberatungsfirma McKinsey & Company ins Haus, um ihr Konzept für die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit überprüfen zu lassen. Das Bündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ befürchtet Schlimmes und appelliert an den hessischen Landtag. Mehr…

„Verkauft und im Stich gelassen“

„Verkauft und im Stich gelassen“ Jetzt bricht eine zweite Pflegekraft ihr Schweigen und berichtet von unmenschlichem Druck und von Vertrauensverlust. Zu den Vorwürfen nimmt Prof. Dr. Jochen Werner, stellvertretender Ärztlicher Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Marburg Stellung. Im OP-Interview Anfang der Woche berichtete eine Pflegekraft von den Zuständen im Klinikum. Von Pflegern und Schwestern, die überlastet sind und weinend auf dem Flur zusammenbrechen. Von Patienten, die nicht ausreichend versorgt werden können. Von Auszubildenden, die nicht richtig angelernt werden und nach kürzester Zeit wichtige Entscheidungen treffen müssen. Zustände, die eine zweite Pflegekraft aus einem anderen Klinikbereich auch für ihre Station größtenteils bestätigen kann. Mehr…

„Droht in Marburg die Privatisierung zu scheitern?“

„Droht in Marburg die Privatisierung zu scheitern?“ Der Radiosender Deutschlandfunk hat am Mittwochmorgen live aus dem Universitätsklinikum in Gießen gesendet. Die große Frage: „Privatisierte Uni-Kliniken – droht in Gießen-Marburg das Scheitern?“ Mehr…

Pflegekraft klagt an: Zu viel Druck, zu wenig Zeit

Pflegekraft klagt an: Zu viel Druck, zu wenig Zeit Sie sind am Ende ihrer Kräfte, sehen im Gang in die Öffentlichkeit die letzte Chance auf Besserung: Pflegekräfte prangern Missstände am Uniklinikum Marburg an. Immer wieder fällt dieses eine Wort: Überlastung. Patienten, die Pflege dringend benötigen, könnten nicht ausreichend versorgt werden, erzählt eine Pflegekraft gegenüber der OP. Sie sei schon viele Jahre am UKGM beschäftigt, kenne noch andere, bessere Zeiten und habe die Hoffnung auf positive Veränderungen noch nicht aufgegeben. Mehr…

Bündnis soll Klinikum stärken

13.07.2012 Oberhessische Presse Bündnis soll Klinikum stärken Im Übernahmekampf um die Krankenhauskette Rhön-Klinikum werfen immer mehr Interessenten ihren Hut in den Ring. Marburger CDU-Chef pocht auf Gemeinnützigkeit. Mehr…

Neue Studie zeigt – Personalabbau gefährdet Patientenleben in Krankenhäusern

22.07.2012 ARD „Kontraste“ Neue Studie zeigt – Personalabbau gefährdet Patientenleben in Krankenhäusern Ob öffentlich oder privat, deutsche Krankenhäuser sollen den Eigentümern kräftige Renditen erwirtschaften. Der Weg dorthin: Immer mehr Fälle und immer weniger Personal. Eine neue Studie zeigt auf, gerade im Intensiv-Bereich wird der Personalmangel für Patienten lebensgefährlich. Experten fordern deshalb schon lange vergeblich, verbindliche Personalschlüssel im Pflegebereich, doch Bundesgesundheitsminister Bahr wiegelt ab. Mehr…

Land akzeptiert Stellenabbau

05.07.2012 Frankfurter Rundschau Land akzeptiert Stellenabbau Die Übernahme durch den Fresenius-Konzern ist vorerst gescheitert, ein Rückkauf durch das Land damit vom Tisch. Die Gespräche laufen weiter. Denn der Stellenabbau wird kommen, das wird die Landesregierung nicht verhindern. Der Stellenabbau in den Unikliniken in Gießen und Marburg (UKGM) wird kommen. Ministerpräsident Volker Bouffier und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (beide CDU) hatten nicht viel zu verkünden, als sie zwischen zwei Gesprächen mit Vertretern der Universitäten und der Kliniken vor die Presse traten, aber so viel wurde klar: Die angekündigten Kürzungen in der Größenordnung von knapp 240 Jobs wird das Land, das noch fünf Prozent an den 2006 privatisierten Kliniken hält, nicht verhindern. Mehr…

Ministerin schlägt Rhön-Mediatoren vor

Ministerin schlägt Rhön-Mediatoren vorWissenschaftsministerin Kühne-Hörmann setzt wegen der Rhön-Kliniken auf Mediatoren. Die Opposition wirft ihr Tatenlosigkeit vor. Die Übernahme des Rhön-Konzerns durch Fresenius ist nur vorerst vom Tisch. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) würde sich freuen, wenn der Bad Homburger Gesundheitskonzern letztlich doch Betreiber der Uniklinik Gießen-Marburg würde. Doch vorerst muss sich das Land mit Rhön arrangieren. Das Verhältnis ist schlecht. Nun sollen die vom Land eingesetzten Mediatoren es richten, erfuhren die Parlamentarier am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses in Wiesbaden. Mehr…

Uniklinikum. Zur Sache: Kirche schaltet sich ein

Uniklinikum. Zur Sache: Kirche schaltet sich einEs nennt sich „gesundheitspolitisches Montagsgebet“ und soll ein Symbol für den Willen der Bevölkerung werden, mehr ethische Grundlagen in der Medizin einzufordern.Marburg. Erstmals treffen sich am Montag um 18 Uhr in der Elisabethkirche Christen, Klinikbeschäftigte, Ärzte und interessierte Bürger zu einem „gesundheitspolitischen Montagsgebet“. Der Dekan des Fachbereiches Medizin, Professor Dr. Matthias Rothmund wird ein „Wort zur Sache“ sprechen, die aktuell viele Menschen rund um die Zukunft des Klinikums und darüber hinaus des gesamten Gesundheitswesens in unserer Gesellschaft bewegt. Mehr…

Streit um Arbeitsbelastung der Klinikums-Ärzte

Streit um Arbeitsbelastung der Klinikums-Ärzte Gießen (si). Eine »Pilotuntersuchung« des Fachbereichs Medizin der Universität Marburg hat angeblich »deutliche Hinweise« darauf ergeben, dass den Ärzten im Uniklinikum zu wenig Zeit für ihre wissenschaftlichen Aufgaben bleibt – weil sie in der Krankenversorgung zu stark gefordert sind. Die Soll-Zeiten für Forschung und Lehre seien in allen drei Kliniken, die in die Studie einbezogen wurden, »um mindestens 20 Prozent unterschritten« worden, teilte der Marburger Medizin-Dekan Prof. Matthias Rothmund gestern mit. Brisant ist die Nachricht deshalb, weil für die Finanzierung von Forschung und Lehre das Land, für die Krankenversorgung jedoch ein Unternehmen zuständig, die Uniklinikum Gießen und Marburg GmbH, die mehrheitlich zum Rhön-Konzern gehört. Mehr…

Foulspiel am Uni-Klinikum

Foulspiel am Uni-Klinikum Die Ankündigung des Stellenabbaus am Uni-Klinikum Gießen und Marburg ist ein Foulspiel, weil sie während der Mediation erfolgt ist. Zudem stellt sich die Frage, ob das Unternehmen den Ministerpräsidenten düpiert hat. Salamitaktik zahlt sich selten aus. Das zeigt sich in diesen Tagen am Beispiel des privatisierten Uni-Klinikums Gießen und Marburg. Was die Geschäftsführung zuerst nicht zugeben wollte, ist nun Gewissheit: Das Unternehmen will wegen Kostendrucks 236 der etwa 7300 Vollzeitstellen streichen. Das Uni-Klinikum will zwar auf betriebsbedingte Kündigungen möglichst verzichten, doch tröstet dies die Belegschaft und ihre gewählten Vertreter nicht. So poltert etwa der Betriebsratschef in Gießen, die Ankündigung des Stellenabbaus vom Freitag diene nicht der Glaubwürdigkeit der Geschäftsführung. Und dies kann kaum überraschen. Mehr…

Klinikum-Geschäftsführung will 236 Stellen streichen

15.06.2012 Gießener Allgemeine Klinikum-Geschäftsführung will 236 Stellen streichen Gießen (si). Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) sollen 236 Stellen gestrichen werden. Diese Zahl nannte am Donnerstag das Geschäftsleitungsmitglied Dr. Gunther Weiß bei einer Betriebsversammlung in Gießen. Mehr…

Umfrage des Marburger Betriebsrates: Uniklinik soll zum Land

15.06.2012 Frankfurter Rundschau Umfrage des Marburger Betriebsrates: Uniklinik soll zum Land Ärzte der Marburger Uniklinik erklären in einer Resolution die Privatisierung für gescheitert. Sie fordern, dass das Land die Klinik zurückkauft. Der Rhön-Konzern bestätigt, dass nach einem neuen Stellenplan an den Unikliniken Gießen und Marburg 236 Stellen abgebaut werden sollen. Mehr…

Konkrete Pläne zum Personalabbau

03.06.2012 Frankfurter Rundschau Konkrete Pläne zum Personalabbau Der Frankfurter Rundschau liegen vertrauliche Papiere der Rhön-Uniklinik vor: Es gab konkrete Überlegungen, 500 Stellen an der Rhönklinik zu streichen. Die Unsicherheit in der Belegschaft wächst. Die Rhön-Uniklinik Gießen- Marburg hat stets dementiert, 500 Stellen abbauen zu wollen. Mehr…

Uniklinik Gießen-Marburg

Uniklinik Gießen-MarburgSieben Stunden Wartezeit Das Land hätte die Chance, die Uniklinik Gießen-Marburg zurückzukaufen, falls Fresenius den Rhön-Konzern übernimmt. Doch die Befürworter sind noch in der Minderzahl. Manche sehen inzwischen die Patientenversorgung gefährdet. Kranke müssen in einigen Kliniken stundenlang warten. Es geht um eine gute Patientenversorgung. Um die Sicherung von Wissenschaft und Forschung in Deutschlands drittgrößter Universitätsklinik. Es geht um mehr als 8000 Menschen, die sich um ihre Arbeitsplätze sorgen. Und nicht zuletzt um den guten Ruf der Universitätsklinik Gießen-Marburg. Mehr…

UKGM-Betriebsratsvorsitzender zur Klinikfusion

UKGM-Betriebsratsvorsitzender zur Klinikfusion Zum ersten Mal hat mit der hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) ein Mitglied der Landesregierung im Wissenschaftsausschuss die Möglichkeit einer Rückführung des fusionierten Uni-Klinikums Gießen und Marburg (UKGM) zum Land aufgezeigt. Dazu könnte es kommen, wenn die vom Gesundheitskonzern Fresenius vorbereitete Übernahme der Rhön-Klinikum AG zustande kommt und das Land die Anteile des Rhön-Konzerns übernimmt. In jedem Fall eröffne eine Verschmelzung der Rhön AG mit der Fresenius-Tochter Helios dem Land neuen Handlungsspielraum. Mehr…

Rückkaufsrecht für Uniklinik

Rückkaufsrecht für Uniklinik Übernimmt Fresenius den Rhön-Konzern, könnte das Land die Anteile am privatisierten Universitätsklinikum Gießen-Marburg wieder erwerben. Das allerdings dürfte die Hessen viel Geld kosten. Wenn das Bad Homburger Unternehmen Fresenius wie angekündigt den Rhön-Konzern übernähme, könnte das Land Hessen dessen Anteile am privatisierten Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) zurückkaufen. Das sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch vor dem zuständigen Ausschuss des Landtages. Mehr…

30 000 Unterschriften sollen es werden

30 000 Unterschriften sollen es werden Bündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ plant für Samstag Aktion im Seltersweg30 000 Unterschriften lautet die Vorgabe: Deutlich mehr als die Hälfte hat das Aktionsbündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ in kurzer Zeit bereits gesammelt. Am Samstag, 28. April, wird das Bündnis im Seltersweg/Ecke Löwengasse von 10 bis 15 Uhr mit einem Stand vertreten sein. Mehr…

„Betrieb kommt hier bald zum Erliegen“

27.04.12 Oberhessische Presse „Betrieb kommt hier bald zum Erliegen“ Am Tag nach dem Übernahmeangebot des Medizinkonzerns Fresenius für die Rhön-AG sank die Stimmung am Universitätsklinikum Gießen und Marburg weiter. Mehr…

Uniklinik Gießen-Marburg

Uniklinik Gießen-MarburgUni-Chefin fürchtet um Forschung und Lehre Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, nennt die Privatisierung der Klinik einen „kapitalen Irrtum“ der Landesregierung. Die Wissenschaft sei in Gefahr. Scharfe Kritik an der hessischen Regierung hat die Präsidentin der Philipps-Universität Marburg vorgebracht. „Die Rechnung, die die Landesregierung und der Rhön-Konzern bei der Privatisierung des Universitätsklinikums aufgemacht haben, entpuppt sich jetzt als kapitaler Irrtum“, schreibt Katharina Krause in einem internen Brief an die Mitglieder der Universität und des Hochschulrats anlässlich des Beginns der Vorlesungszeit. Mehr…

Offebäscher, uffgebassd!

Offebäscher, uffgebassd! von Dr. med. Bernd HontschikDie Tinte war noch nicht getrocknet, da unterschrieb der Wiesbadener Bürgermeister, seines Zeichens auch „Dezernent für Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz und Kliniken“, Arno Goßmann (SPD) schon den Vertrag, mit dem 49 Prozent der Anteile an den Kliniken der Landeshauptstadt an den Klinikkonzern mit Namen Rhön AG verkauft wurden. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte ein Bürgerbegehren gegen die Privatisierung der Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden untersagt. Es sei „verfristet“. Es hätte gleich nach dem Privatisierungsbeschluss vom 17.11.2011 greifen müssen. Gegen diese perfide und demokratiefeindliche juristische Spitzfindigkeit ist keine Revision zugelassen, die Kosten des Verfahrens muss allein die Bürgerinitiative tragen, die inzwischen schon über 13000 Unterschriften gesammelt hatte. Mehr…

Kirchen: Patientenwohl geht vor Gewinnerwartung

Kirchen: Patientenwohl geht vor Gewinnerwartung Ihre große Sorge davor, dass Behandlung und Pflege der Patienten im Gießener Uni-Klinikum nicht mehr in ausreichendem Maß gewährleistet ist, haben der Evangelische und der Katholische Dekan in Gießen zum Ausdruck gebracht. In einem gemeinsamen Brief an den Vorstand der Rhön AG, Träger des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM), mahnen sie, dass das Wohl der Patienten »unbedingten Vorrang« vor der Gewinnerwartung von Aktionären haben müsse. Mehr…

Gerhard Merz hält Mediation für gescheitert

Gerhard Merz hält Mediation für gescheitert Wachsende Zweifel nach Führungswechsel am Uniklinikum„Zwei Sitze für die Arbeitgeberseite im Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) sind das Mindeste, das für das Land in der sogenannten Mediation zwischen dem Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG herauskommen muss“, sagte der Gießener Landtagsabgeordnete und SPD-Vorsitzende Gerhard Merz angesichts des aktuellen Personalkarussells beim Universitätsklinikum Gießen und Marburg laut einer Pressemitteilung. Mehr…

Die Angst bei den Mitarbeitern wächst

Die Angst bei den Mitarbeitern wächst Wut, Enttäuschung, Frust – der Abschied von Geschäftsführer Irmgard Stippler und Doris Benz sorgt bei der Belegschaft des Uniklinikums (UKGM) vor allem für eines: Angst vor den nächsten Wochen. Mehr…

Uniklinik soll zurück zum Land

Uniklinik soll zurück zum Land Das Marburger Parlament fürchtet um die Krankenversorgung. Die Stadtverordneten verurteilen einstimmig die noch immer im Raum stehende angekündigte Streichung von bis zu 500 Stellen. Mehr…

Viel Skepsis zur Klinikum-Privatisierung

Viel Skepsis zur Klinikum-Privatisierung 48,8 Prozent: „Schlechter“ für Patienten – Mehrheit will sich aber dort behandeln lassen In der jährlichen Repräsentativumfrage des Gießener Anzeigers wurde 2006 erstmals gefragt, ob ein privatisiertes Klinikum für die Patienten besser oder schlechter als das staatliche ist. Die heiß diskutierte Privatisierung lag da gerade hinter dem Universitäts-Kinikum. Mehr…

Klinikdirektoren in Marburg und Gießen: Ende der Privatisierung zu prüfen

Klinikdirektoren in Marburg und Gießen: Ende der Privatisierung zu prüfen Mit Kritik am Betreiber des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), der Rhön-Klinikum-AG, haben sich die Klinikdirektoren der beiden Standorte in die Diskussion um einen möglichen Abbau ärztlicher Stellen eingeschaltet. „Es stellt sich die Frage, ob das Projekt der Privatisierung einer Universitätsklinik durch ein börsen­notiertes Unternehmen nach guten Anfangserfolgen nunmehr als gescheitert anzusehen ist“, heißt es in ihren „22 Thesen zur Krise des UKGM“ Mehr…

Land soll Privatisierung der Uni-Klinik rückgängig machen

Land soll Privatisierung der Uni-Klinik rückgängig machen Der Magistrat der Stadt Marburg hat die hessische Landesregierung aufgefordert, die Privatisierung des Uniklinikums Gießen-Marburg rückgängig zu machen. „Ich weiß, dass diese Forderung schwer zu realisieren ist“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) laut einer Mitteilung vom Dienstag. „Aber die Zukunft des Klinikums ist für Marburg als Universitätsstadt von so großer Bedeutung, dass ich als Oberbürgermeister gar nicht anders kann, als die Landesregierung in die Pflicht zu nehmen.“ Mehr…

Universitätsklinikum Giessen und Marburg: Rendite weist den Weg

Universitätsklinikum Giessen und Marburg: Rendite weist den Weg Als börsennotiertes Unternehmen scheut die Rhön-Klinikum AG eine negative Berichterstattung in den Medien wie der Teufel das Weihwasser. Es gilt die Devise, bloß nicht die Anteilseigner zu verschrecken. Und es sollte ja auch alles möglichst geräuschlos vonstattengehen: Mehr…

Protest gegen Stellenabbau

Protest gegen Stellenabbau Rund 2000 Demonstranten machten ihrem Unmut Luft. „Nun hat die Rhön AG unsere schlimmsten Erwartungen getoppt“, ruft Micha Brandt von der Ärzteorganisation „Notruf 113“ den Demonstranten vor dem Marburger Rathaus zu: „Dass mit einer solchen Dreistigkeit Stellen abgebaut werden sollen, damit haben selbst wir nicht gerechnet.“ Der drohende Stellenabbau am privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat viele Menschen mobilisiert. Mehr…

„Ein Stellenabbau mit großer Dreistigkeit“

Ärzte Zeitung, 18.03.2012 Demo in Marburg: „Ein Stellenabbau mit großer Dreistigkeit“ Sie haben Angst, ihren Job zu verlieren: Mehr als 2000 Beschäftigte des privatisierten Uniklinikums Marburg-Gießen haben am Samstag zusammen mit vielen Unterstützern gegen drohende Kündigungen protestiert. Mehr…

Klinikum: JLU-Senat verurteilt Sparpläne

Klinikum: JLU-Senat verurteilt Sparpläne Gremium befürchtet Beginn einer Stagnation der wissenschaftlichen Entwicklung – Rhön AG weist Kritik zurück.Wie eine drohende Gewitterwolke schwebt zurzeit die Zahl von angeblich bis zu 500 Stellen, die die Rhön-Klinikum AG an den Standorten Gießen und Marburg des heimischen Universitätsklinikums (UKGM) streichen möchte, über den Köpfen der Mitarbeiter. Viele haben Angst um ihre berufliche Zukunft, die Verunsicherung ist förmlich spürbar. Auch an der Justus-Liebig-Universität (JLU) wird die jüngste Entwicklung mit großer Sorge betrachtet. Bei der gestrigen Senatssitzung wurde das Thema lange erörtert. Schließlich einigte sich das Gremium auf einen einstimmigen Senatsbeschluss, in dem ausdrücklich betont wird, dass „die derzeit diskutierten umfangreichen Personalmaßnahmen nicht hinnehmbar“ seien. Mehr…

Gastbeitrag Ursula Stüwe

Gastbeitrag Ursula Stüwe „Wer am Personal spart, hat nichts verstanden“ Ursula Stüwe (64) war vier Jahre Präsidentin der Landesärztekammer, engagiert sich bis heute in der Gewerkschaft Marburger Bund. Der vorgeschlagene Stellenabbau im Universitätsklinikum Gießen-Marburg erfüllt ihre düsteren Erwartungen von 2005. Mehr…

Geplanter Stellenabbau an der Uniklinik Gießen-Marburg

Geplanter Stellenabbau an der Uniklinik Gießen-Marburg Betriebsrat stellt Bedingungen vor der MediationDie befristeten Arbeitsverträge an der privatisierten Uniklinik sollen nicht auslaufen. Für Donnerstag ist ein erstes Gespräch geplant. Bevor die erste Runde mit den Mediatoren startet, muss die Landesregierung dafür sorgen, dass die befristeten Arbeitsverträge an der privatisieren Uniklinik Gießen-Marburg nicht auslaufen. Dies sei eine Grundbedingung, sagt die Marburger Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher. Mehr…

Klinikum-Betriebsrat sagt Mediation ab

Klinikum-Betriebsrat sagt Mediation ab „Auslaufen von Verträgen stoppen“ Gießen (go). Die Betriebsräte (BR) des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM) haben das für Donnerstag geplante erste Gespräch mit den Mediatoren Friedrich Bohl und Wolfgang Gerhardt abgesagt. Zugleich knüpften sie die Teilnahme an einem für den 23. März vereinbarten neuen Termin an Bedingungen. „Vorher ist das Auslaufen der Fristverträge zu stoppen“, sagte die Marburger BR-Chefin Martina Böttcher am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung. Mehr…

Rhön-KlinikenBouffier bestellt Rhön-Manager ein

Rhön-KlinikenBouffier bestellt Rhön-Manager ein Rund 500 Stellen im Klinikum Gießen-Marburg sollen jetzt doch nicht gestrichen werden – zumindest vorerst. Das teilte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Zuvor hatte er die Geschäftsführung des Rhön-Konzerns zum Rapport einbestellt. Mehr…

Kommentar Nicht ganz ernst genommen

KommentarNicht ganz ernst genommenDie Landesregierung hat den Mehrheitseigentümer des Uni-Klinikums Gießen und Marburg ins Gebet genommen. Das nützt vorerst nur ihr selbst. Für die Mitarbeiter ist nichts gewonnen. Mehr…

Uniklinik Gießen-MarburgBouffier-Machtwort gegen Stellenabbau

Uniklinik Gießen-MarburgBouffier-Machtwort gegen StellenabbauDer geplante Abbau von 500 Stellen beim Uniklinikum Gießen-Marburg ist offenbar vom Tisch. Nach Gesprächen zwischen der Landesregierung und der Rhön Klinik AG rudert der Betreiber der Uniklinik nun offenbar zurück. Mehr…

Diagnose

Diagnose Kahlschlag im Klinikum Rhön, das ist für mich ein Wort voller schöner Erinnerungen an Familienurlaube. Gewesen. Seit die hessische Landesregierung eine Universitätsklinik an einen privaten Klinikkonzern namens Rhön verkauft hat, fallen mir ganz andere Dinge ein, wenn ich den Namen Rhön höre. Mehr…

Protest gegen Stellenabbau in Marburg/Gießen

Protest gegen Stellenabbau in Marburg/GießenAm privatisierten Uniklinikum Marburg Gießen sollen bis zu 500 Stellen abgebaut werden. Dagegen organisiert sich nun massiver Widerstand. MARBURG/GIEßEN. Der drohende Stellenabbau am privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat eine Welle der Empörung in beiden Städten ausgelöst: Bis zu 500 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Mehr…

KommentarDie Regierung wacht auf

Kommentar: Die Regierung wacht auf Der Rhön-Konzern hat sich beim Kauf der Universitätsklinik Gießen-Marburg verkalkuliert. Bei der Stadt Wiesbaden sollten jetzt die Warnleuchten angehen. Die negativen Folgen einer Privatisierung werden erst später sichtbar. Mehr…

Uni- Klinikum

Uni- Klinikum „Diesen Druck hält niemand aus“ Seit vielen Jahren beklagen sie Missstände am Uni-Klinikum Gießen und Marburg (UKGM). Durch die nun angedrohte Stellenstreichung sieht die Initiative NotRuf 113 die Versorgung von Patienten akut in Gefahr. Mehr…

Personalabbau: Viel Kritik an Rhön AG

Personalabbau: Viel Kritik an Rhön AG Gießen (pd). Hohe Wellen hat die Ankündigung der Rhön AG geschlagen, am privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) in den nächsten zwei Jahren rund 500 Arbeitsplätze zu streichen. »So wird das Klinikum gegen die Wand gefahren«, prophezeite Klaus Hanschur im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen. Sollte es tatsächlich zu einem derart massiven Personalabbau kommen, »dann wird das Universitätsklinikum das nicht überleben«. Mehr…

Oberbürgermeister: Stellenabbau nicht zu verantworten

Oberbürgermeister: Stellenabbau nicht zu verantworten Dietlind Grabe-Bolz und und Marbruger Kollege Egon Vaupel richten offenen Brief an Rhön-Chef Pföhler(tt). „Ein Klinikum, in dem zugunsten der eigenen Bilanz und zulasten von Beschäftigten und Patienten gespart wird, ist kein attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes und engagiertes Personal.“. Mehr…

Rhön-Klinikum

Rhön-KlinikumMarburg und Gießen kämpfen gemeinsam Der Protest gegen Pläne der Rhön-Klinikums AG, in Gießen und Marburg bis zu 500 Stellen zu streichen, weitet sich rasant aus. Mehr…

Rhön ruft radikalen Sparkurs aus

Rhön ruft radikalen Sparkurs aus 500 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren an den Standorten in Marburg und Gießen gekürzt werden. Hauptgrund für die angepeilten Sparziele ist laut Geschäftsführung der Kostendruck im Gesundheitssystem. „Es ist einfach unglaublich, was hier passiert“, empört sich Bettina Böttcher, Vorsitzende des Betriebsrates des Marburger Universitätsklinikums. Mehr…

Rhön-Klinik geht gegen Kritiker vor

Wer sich in der Öffentlichkeit negativ über die Krankenhäuser der Rhön-Klinikum AG äußert, muss mit juristischen Folgen rechnen. Der Konzern greift gegen Kritiker hart durch. Vor laufender Kamera hatte Susanne Deuker über schlechte Erfahrungen ihrer Patienten mit der Universitätsklinik Marburg berichtet.

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Klinik-Mitarbeiter fordern Klarheit über ihre Zukunft

Mitarbeiter des Universitätsklinikums Marburg sind verärgert: Sie fordern vom Land, die Verantwortung für die rechtwidrige Privatisierung in Marburg und Gießen zu übernehmen. Von Januar an können mindestens 3400 Mitarbeiter zu ihrem früheren Arbeitgeber – dem Land Hessen – zurückkehren. Was das für sie bedeutet, wissen sie aber nicht. 400 Beschäftigte fordern daher in einer Resolution, dass das Land die Verantwortung für alle von der Privatisierung betroffenen Beschäftigten übernimmt. 

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Partikelexperiment – Zum Kreistag und den Druck auf die Rhön-AG:

Der Kreistag hat der Rhön-AG „Druck gemacht“. Die Rhön-AG solle ihrer Verpflichtung nachkommen, eine Anlage zur Partikeltherapie für Lehre und Forschung zu errichten und zu betreiben. Natürlich tut der Kreistag gut daran, Rhön an seine Verpflichtung zu erinnern.
Man sollte aber auch bei den Tatsachen bleiben. Die so genannte Partikeltherapie ist tatsächlich ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Bis heute ist unklar, ob sie gegenüber den vorhandenen Behandlungsformen einen Vorteil bietet. Es gibt dafür bislang keine wissenschaftlichen Belege.
Die Anlage sollte folgerichtig für die Forschung errichtet werden, folgerichtig werden die „Behandlungen“ von den Krankenkassen nur bezahlt, wenn sie im Rahmen von geplanten klinischen Versuchen stattfinden und folgerichtig ist dafür eine neue Professur eingerichtet worden. Das Experiment kann also durchaus ergeben, dass die neue Methode keinen oder nur einen minimalen Vorteil bietet. Dann wären viele falsche Hoffnungen geweckt und viel Geld verbrannt worden.
Folgerichtig ist aber auch, dass eine auf Gewinn ausgerichtete Aktiengesellschaft keine Forschung betreibt, die sich für sie nicht auszahlt. Eine Aktiengesellschaft ist ein Geschäftsmodell und keine Forschungseinrichtung, und auch das Partikelexperiment verliert seine Leuchtkraft, wenn sein Erfolg unsicher wird.
Verwunderlich ist eher, dass das Land Hessen und seine Lenkungsgruppe sich auf diese Dreier-Konstruktion zwischen Land, Rhön und Siemens eingelassen hat. Man würde gerne wissen, wer da wen über den Tisch gezogen hat.

Dr. Friedrich Heubel
Privatdozent für Medizinethik
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Im Stiftfeld 17, Marburg

Tödliche Krankenhauskeime. Die Bundesländer tricksen, um weiter bei der Hygiene zu sparen

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) kritisiert massiv die Umsetzung des im Sommer überarbeiteten Infektionsschutzgesetzes. DGKH-Sprecher Klaus-Dieter Zastrow bezeichnet die Weiterbildung zu Krankenhaushygienikern in Hessen als „proforma Lösung“, die sehr billig sei. Es handele sich hier im Wesentlichen um einen 200 Stunden „Crash-Kurs“, der nur „Fragmente von Krankenhaushygiene“ abbilde, die „auch noch inhaltlich nicht ausreichend“ seien. Zastrow wörtlich: „Das ist wie Abitur nach der 3. Klasse, das kann man so nicht machen“

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Mangelhafte Hygiene am Uniklinikum? Pflegekraft erhebt schwere Vorwürfe

Verunreinigtes OP-Besteck in Fulda und Kassel haben in diesem Jahr die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Ein sensibles Thema, denn die Anzahl der tödlichen Infektionen mit dem gefährlichen Krankenhauskeim MRSA steigen stetig an. Der Grund für diese oft tödlichen verlaufenden Infektionen ist mangelhafte Hygiene. Eine Pflegekraft des privatisierten Uniklinikums Marburg und Gießen erhebt deshalb schwere Vorwürfe: Aus Personalmangel könnten Hygienestandards im Klinikum nicht eingehalten werden.

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Murks – Ein Kommentar zu den neuesten Entwicklungen am Marburger Uniklinikum

Auch nach mehr als sechs Jahren bleibt das Universitätsklinikum Gießen-Marburg ein Fall, um den sich die Landesregierung kümmern muss. Sie hat das Recht ihrer Beschäftigten verletzt, hat den vollmundigen Versprechen von Rhön und Siemens unkritisch geglaubt. Die Privatisierung ist alles andere als beispielhaft.
Es sollte ein Befreiungsschlag sein – beispielgebend für die gesamte Republik: Mit Zustimmung von CDU und FDP verkaufte das Land Hessen Anfang des Jahres 2006 die Universitätskliniken in Gießen und Marburg an den privaten Klinikbetreiber Rhön-Klinikum. 112 Millionen Euro zahlte die Aktiengesellschaft für ihren Geschäftsanteil von 95 Prozent. Die restlichen fünf Prozent behielt das Land, um weiter die Qualität von Forschung und Lehre zu kontrollieren.

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Ionentherapie-Anlage steht still

In Marburg scheint das endgültige Aus für die Krebsbehandlung mit Ionenstrahlen längst vollzogen. Der Rhön-Konzern hat sich vom geplanten Partikeltherapie-Zentrum auf den Lahnbergen verabschiedet – und erhält dafür eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) führt noch Gespräche mit Rhön und Siemens. Das hatte sie in der vergangenen Woche bei verschiedenen Gelegenheiten versichert. Ziel sei weiterhin, dass Tumorkranken an dem privatisierten Uniklinikum Marburg mit der Partikeltherapie geholfen wird. Doch: Der Rhön-Konzern besitzt keinen Zugang mehr zu dem für 17 Millionen Euro errichteten Gebäude auf den Lahnbergen, in dem im Spätsommer dieses Jahres eigentlich die neue Anlage in Betrieb gehen sollte.

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Debatte um Klinikmitarbeiter

Der Landtag berät am Mittwoch über die Rückkehr von Mitarbeitern der privatisierten Uniklinik Gießen-Marburg in den Landesdienst. Dass sie dieses Recht erst jetzt bekommen, hält der SPD-Abgeordnete Thomas Spies für einen Trick der Landesregierung. Die Regierungsparteien CDU und FDP brachten in der vergangenen Woche ein entsprechendes Gesetz ein. Wird der Entwurf umgesetzt, dann dürfen die Mitarbeiter der privatisierten Uniklinik Gießen-Marburg wieder in den Landesdienst zurück – sofern sie dies wollen. Wie viele Mitarbeiter davon Gebrauch machen, ist unklar.

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Interview „Profit ist nicht Zweck der Medizin“

Bei der Privatisierung der Universitätsklinik Gießen-Marburg Anfang 2006 hatte der Rhön-Konzern zugesagt, vom Spätsommer 2011 an Krebspatienten in einem neuen, super-modernen Partikelzentrum zu behandeln. Vor zwei Monaten verkündete er das Aus für das 107 Millionen Euro teure Projekt. Laut Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) erfüllt Rhön damit seine Verpflichtungen nicht. Die FR sprach mit der Tumorspezialistin Angela Spelsberg über diese neue Behandlungsmethode.

Frau Spelsberg, der Rhön-Konzern und die Firma Siemens sagen, dass sie bei der wirtschaftlichen Umsetzung des Partikelzentrums „zu ambitioniert“ gewesen seien. Hat Sie das gewundert?

Nein, diese Technologie ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich auf ihre medizinische Effektivität getestet. Bevor so etwas in den Routinebetrieb bei der Patientenversorgung geht, bedarf es langjähriger Studien und Tests. 

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„Investitionsverpflichtung nicht erfüllt“-Land erwartet Betrieb der Partikeltherapie

Die Landesregierung besteht darauf, dass am privatisierten Univ-Klinikum Marburg und Gießen eine sogenannte Partikeltherapie zur speziellen Krebsbekämpfung anläuft. Dies ist laut Anlagenbauer und Klinikum aber technisch nicht möglich. Die Landesregierung sieht die Rhön-Klinikum AG in der Pflicht, bis Ende 2012 die Partikeltherapie-Anlage im privatisierten Uniklinikum Gießen und Marburg für Forschung und Lehre bereitzustellen. Sollte die Anlage zur Krebstherapie in Marburg nicht betrieben und nicht für die Behandlung von Patienten eingesetzt werden können, hätte das Land einen „Kaufpreisanspruch in Höhe der nicht erfüllten Investitionsverpflichtung“. Dies sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) im Landtag, wo sie einen umfangreichen Fragenkatalog der SPD-Fraktion zu dem 120 Millionen Euro teuren Projekt beantwortete.

Kommentar

Der Marburger Arzt Hermann A. Trauth kritisierte letzte Woche in der Oberhessischen Presse, dass sich führende Mediziner des Rhön-Uniklinikums Gießen und Marburg (UKGM) mit anderen Experten in einer Aktiengesellschaft zusammengeschlossen haben, deren Zweck die Erbringung von Beratungs- und anderen Dienstleistungen, vorwiegend im Bereich Gesundheitswesen ist. Am 1 Juni 2011 wurde die JBR HealthCare Group AG von Joseph Rohrer gegründet. Rohrer war bis Ende Mai 2011 Geschäftsführer des UKGM. 9 der 14 Experten, die in der JBR HealthCare Group AG organisiert sind, arbeiten im Angestelltenverhältnis für die Rhön AG, den Betreiber des UKGM. Für Hermann Trauth wirft diese personelle Überlappung Fragen auf. Eine Aktiengesellschaft habe das Ziel, Gewinne zu machen. Umso mehr aus einer Anlage herausgeholt werde, umso besser für die Anleger, den Vorstand und die Geschäftsführer. Ökonomie sei im Gesundheitswesen per se noch kein Verstoß gegen ethische Normen, doch die JBR HealthCare Group AG sei nicht unabhängig von der Rhön AG. Daher fürchtet Trauth: „Patienten könnten über dieses Netzwerk gezielt Rhön-konform beraten werden. Aus wirtschaftlichen Gründen.“ Er sieht darin ein ethisch fragwürdiges Handeln. Der Mensch werde instrumentalisiert, der Patient zur Ware gemacht. „Der Patient ist die Kuh die gemolken wird.“ schließt Trauth.Joseph Rohrer erwidert, die JBR HealthCare Group AG solle Patienten die Suche nach fachlichen Experten im Internet erleichtern. Mit dem Portal verdiene niemand Geld. Professor Werner, ärztlicher Direktor des UKGM und einer der Experten der JBR HealthCare Group AG ergänzt, Patienten könnten gezielt eine Zweitmeinung einholen. Rohrer führte weiter aus, alle Experten würden unentgeltlich arbeiten. Laut UKGM Pressesprecher Frank Steibli sei die JBR HealthCare Group AG mit dem UKGM organisatorisch nicht verbunden. Die Ärzte aus dem UKGM seien als Privatpersonen für die JBR HealthCare Group AG tätig.Hermann Trauth vertritt eine andere Auffassung: Prof. Werner, wie auch die anderen Gruppenmitglieder seien zweifelsfrei international anerkannte Persönlichkeiten, doch seien die meisten von ihnen von der Rhön-AG abhängige Beschäftigte. Somit bestehe zumindest die Gefahr einer Einflussnahme durch ihren Arbeitgeber, die Rhön-AG. Zwischen einer unabhängigen Beratung und diesem Netzwerk bestehe ein Widerspruch. Trauth unterstreicht dies plastisch: „Vom Teufel lässt man sich ja auch nicht über die Hölle beraten (…).“ Was wohl herauskomme, wenn man – ‚ganz privat‘ – einen Versicherungsfachmann um seinen Rat um die beste Versicherung bitte…? Patienten müssten sich eine ethisch saubere, wirklich neutrale Meinung einholen können. Er halte die JBR HealthCare Group aber nicht für ethisch sauber.Es folgt ein Kommentar zu der Diskussion um die Verbindungen zwischen Rhön AG und JBR HealthCare Group AG: Da gibt es eine Aktiengesellschaft, die Patienten unentgeltlich berät, ohne sich einen Gewinn zu erhoffen (ist Gewinnmaximierung nicht der vorrangige Zweck einer Aktiengesellschaft?). Fast alle beratenden Experten arbeiten in einer Führungsposition für eine andere Aktiengesellschaft, die ihren Aktionären steigende Gewinne verspricht. Diese Aktiengesellschaft betreibt zufälligerweise über 50 Kliniken in Deutschland. Die eine Aktiengesellschaft berät Patienten bei der Suche nach der richtigen Behandlung, die andere behandelt die Patienten. Aber die gleichzeitige Tätigkeit in beiden Aktiengesellschaften hat nichts miteinander zu tun? Es quakt wie eine Ente und es watschelt wie eine Ente – es soll aber keine Ente sein?Nehmen wir doch einmal an, Hermann Trauth hat Recht: Was ist denn daran so schlimm, dass eine Aktiengesellschaft im Dienste einer anderen Aktiengesellschaft Kunden (sprich: Patienten) „wirbt“? Warum sollten leitende Angestellte nicht ihre eigene Firma empfehlen, wenn sie gefragt werden? Nichts, wenn es sich um ein Produkt handelt, dass auf einem freien Markt gehandelt wird. Ein Produkt, das der Kunde aussucht und danach bezahlt. Er weiß in der Regel, dass die Versprechungen des Verkäufers eine Werbemaßnahme sind und nimmt dies in Kauf bzw. relativiert die Empfehlungen. Gesundheit ist aber keine Limonade, kein frei gehandeltes Produkt. Ein Krankenhaus ist kein Kaufhaus, in das wir hineinspazieren und uns Leistungen einkaufen. In der Regel haben wir alle bereits vorher in den Gesundheitsfond eingezahlt. Wir sind in Vorleistung getreten, ohne zu wissen, welche Leistungen wir jemals erhalten. Das nennt man Solidaritätsprinzip. Entsprechend gelten auch nicht die Gesetze des Marktes: Im Gesundheitswesen haben Werbung, Gewinne und Verbindungen zwischen Aktiengesellschaften nichts verloren. Ärzte müssen für ihr Krankenhaus keine Werbung machen, denn die Patienten kommen von ganz alleine. Ärzte und alle anderen Krankenhausmitarbeiter müssen die Patienten lediglich gut behandeln, dann kommen sie wieder. Trotzdem brauchen Patienten manchmal eine zweite Meinung. Die sollte allerdings von einem unabhängigen Mediziner erfolgen und diesem keinen weiteren Vorteil einbringen, als einen Patienten gewonnen zu haben. Für Marburg und Gießen gilt dies übrigens ganz besonders: Da zwei Uniklinika fusioniert und an eine Aktiengesellschaft verkauft wurden, haben Patienten im akut kranken Zustand keine Wahl. Sie können nicht zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Es existiert kein freier Markt. Daher müssen die Patienten geschützt werden und dürfen nicht nach den Regeln des Marktes geworben, gesteuert und behandelt werden, sondern nur nach den Regeln ärztlicher Kunst.

Vorwürfe empören Klinikum

Massiv wird gegen die Organisation in der Herzchirurgie in einem anonymen Schreiben geschossen, das dieser Zeitung vorliegt. Insider-Kreise“ berichten darin von „katastrophalen Operationsergebnissen“ unter einem „schlechten Führungsstil“ des leitenden Chefarztes. Verfasser ist eine bislang nicht in Erscheinung getretene „Kommission für Transparenz“, Absenderadresse ist das Uni-Klinikum.

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Ärzte schlagen Alarm

An der Universitätsklinik Marburg werden Personal- und Raummangel beklagt. In einem Brief an die Geschäftsleitung warnen Ärzte vor einer „Gefährdung der Patientensicherheit“.
Vor einer „Gefährdung der Patientensicherheit“ warnen neun Assistenzärzte der privatisierten Universitätsklinik Marburg in einem Brief an die Geschäftsleitung. Wegen Personalmangel sei eine adäquate Versorgung der Schwerkranken in der neuen interdisziplinären Notaufnahme nicht gewährleistet, heißt es in dem Schreiben, das der Frankfurter Rundschau vorliegt. Auch gebe es zu wenig Zimmer. „Seit Wochen“ komme es „zu permanenter Flurbelegung (teils mehrfache)“. Die physische und psychische Belastung der Pfleger und Ärzte sei „nicht mehr tragbar“. Unterzeichnet haben das mit 1. April datierte Schreiben „Betreff: Überlastungsanzeige“ neun Assistenzärzte der inneren Medizin.

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Verfassungsgerichtsurteil betrifft Tausende Mitarbeiter

Etwa 3800 ehemalige Mitarbeiter des Landes am privatisierten Uni-Klinikum Gießen und Marburg sind vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts betroffen, das eine Angestellte erstritten hat. Dies sagte Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann im Landtag.Ein höchstrichterliches Urteil zur Privatisierung des Uni-Klinikums Gießen und Marburg hat womöglich arbeitsrechtliche Folgen für tausende Mitarbeiter.

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Bloß keinen Schnellschuss

Von Jutta Rippegather
Die inzwischen privaten Universitätskliniken Gießen/Marburg beschäftigen nun wieder das Land Hessen und die Landesregierung. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Klinik-Privatisierung herrscht Unsicherheit beim Personal.

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Notruf 113 mahnt – im Gesundheitswesen ist es 5 vor 12

Die BürgerInneninitiative Notruf 113 steht nicht nur der Privatisierung der Unikliniken Gießen/Marburg kritisch gegenüber, sondern der Privatisierungstendenz in der bundesdeutschen Kliniklandschaft im Allgemeinen. Nun ruft sie bis Ende März jeweils samstags um 5 vor 12 Uhr vor dem Schlecker neben dem Marktplatz in der Oberstadt zu einer Mahnwache auf. Die erste dieser Mahnwachen fand bereits am letzten Samstag des Februars statt, dabei waren rund 100 Leute.

Über die Motivation dieser Samstagsdemos sprachen wir mit den Notruf 113-Mitgliedern Micha Brandt und Hermann Trauth.

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Notruf 113

Die Kommunen sind verschuldet wie noch nie. Die Rhön Klinikum AG hat sich gerade 500 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt besorgt. Sie kann nun lauern: auf ihre nächsten Opfer.
Das lateinische Wort privare wird mit befreien oder mit berauben übersetzt. Nun ist nicht jedes Privateigentum gleich das Ergebnis einer erfolgreichen Befreiungsaktion oder eines schweren Raubes, aber manchmal schon. Nehmen wir zum Beispiel die Universitätsklinik Marburg-Gießen. Vor fünf Jahren wurde sie vom Land Hessen an einen börsennotierten Klinikkonzern verkauft, um die alljährlichen Millionendefizite loszuwerden. Die Rhön Klinikum AG hat durch diese Privatisierung das Land Hessen…

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Karlsruhe stärkt Arbeitnehmerrechte

Das Land Hessen hat bei der Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen Marburg die Grundrechte der Arbeitnehmer verletzt, entscheidet das Bundesverfassungsgericht – und erklärt das Universitätsklinikgesetz für verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat die Arbeitnehmerrechte bei der Privatisierung von Staatsbetrieben gestärkt. Nach der am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung müssen Arbeitnehmer ein Widerspruchsrecht gegen den Übergang ihres Arbeitsverhältnisses haben.

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Wie viel Pflege braucht ein Patient?

In den Streit zwischen dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg und seinen Kritikern von der Initiative „Notruf 113“ um die Qualität der ärztlichen und pflegerischen Versorgung kommt möglicherweise Bewegung.

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„Monopolisierung“ oder „Kooperation“

Mitglieder der Initiative Notruf 113 fordern auch Vorsicht bei der Einrichtung von weiteren Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) durch private Klinikbetreiber oder deren Tochterfirmen.
Marburg. Seit 2004 erlaubt der Gesetzgeber die Einrichtung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) zur ambulanten Versorgung von Patienten. Die Idee: Beliebig viele zugelassene Ärzte arbeiten fachübergreifend zusammen. Im Unterschied zu einer Gemeinschaftspraxis sind sie angestellt beim Träger des MVZ. Das Ziel ist die Konzentration….

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Kliniken verlieren 250 weitere Jobs

Marburg. Vor vier Jahren wurde die Uniklinik Marburg mit der in Gießen fusioniert und an die Rhön AG verkauft. Bis heute ist es das bundesweit einzige Universitätsklinikum, das privatisiert wurde. Dass die Klinik zur Ruhe kommt, ist auch in den nächsten Monaten nicht zu erwarten. Ende dieses Jahres läuft die mit dem Land vereinbarte Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter aus. Dann sind auch betriebsbedingte Kündigungen möglich. An beiden Standorten sollen bis zu 250 Stellen abgebaut werden.„Es war ein Umsturz“, sagt Betriebsratsvorsitzende Bettina Böttcher über die Privatisierung der Unikliniken. Die heute 50-Jährige hat das Universitätsklinikum Marburg durch die schwierigste Zeit begleitet. Aus dem Personalrat wurde ein Betriebsrat. An beiden Standorten wurden insgesamt rund 500 Stellen abgebaut – und das bei steigenden Patientenzahlen. Der Ton wurde rauer, die Konkurrenz untereinander größer. Schwestern und Pfleger haben immer weniger Zeit für die Patienten. Viele berichten dem Betriebsrat, dass sie ihre Arbeit kaum noch schaffen. „Die Stimmung ist deutlich schlechter“, sagt Böttcher.

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Marburger Ärzte hadern mit Klinik-MVZ

Niedergelassene Ärzte in Mittelhessen fürchten, von MVZ privater Klinikbetreiber, wie der Rhön Klinikum AG, verdrängt zu werden. Bei einer Podiumsdiskussion sprachen Ärzte und Rhön-Mitarbeiter über die angespannte Situation.Marburger Ärzte hadern mit Klinik-MVZ. Die Rhön Klinikum AG, hier die von ihr betriebene Uniklinik in Marburg, im Kreuzfeuer der niederglassenen Ärzteschaft – sie fürchten einen Verdrängungswettbewerb.

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Angst um die ambulante Versorgung

Eine Initiative von Marburger Ärzten attackiert das Geschäftsgebaren des Rhön-Klinikums. Seit der Privatisierung sei Personal abgebaut und durch die Gründung von Tochtergesellschaften verbilligt worden. Deren Mitarbeiter seien schlechter bezahlt und weniger qualifiziert.
Marburg – Eigentlich wollte sich der Marburger Unfallchirurg Eike Schäfer keine eigene Praxis. Doch nach elf Jahren in der Marburger Universitätsklinik, zuletzt als Oberarzt, plante er um. Nach der Privatisierung des Großkrankenhauses fand er die Mängel in der Krankenpflege nicht mehr tragbar. Am Dienstagabend saß Schäfer auf dem Podium – Thema: „Der Patient als Ware“, organisiert von der Marburger Ärzteinitiative Notruf 113…

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Zu wenig Zeit für Medizin-Studenten

Die Kritiker der Klinik-Privatisierung sehen sich von Urteil des Wissenschaftsrat bestätigt – die Befürworter ebenfalls.
Von Jutta Rippegather
Die Privatisierung der Uniklinik Gießen-Marburg war nach Auffassung von Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) richtig. Dies habe die Anfang der Woche veröffentlichte Stellungnahme des Wissenschaftsrats bestätigt. Anders liest Notruf 113 das Papier – eine Bürgerinitiative, die über die Folgen der Konzernmedizin aufklären will. Ihr Fazit: So positiv ist das Urteil nicht.

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Oberärzte schlagen Alarm

Die Kindermediziner der Uniklinik Marburg fürchten um die Sicherheit ihrer Patienten. Die Personaldecke werde immer dünner. In einem Brandbrief informieren sie die Geschäftsleitung über die akute Lage. Von Jutta Rippegather

Auf der Intensivstation für Frühchen werden immer mehr schwerstkranke behandelt, sagen Ärzte.
Es geht um die kleinsten Patienten des privaten Universitätsklinikums in Marburg – Frühgeborene mit komplexen Fehlbildungen, krebskranke Kinder, junge Diabetiker. Für sie gibt es offenbar immer weniger Ärzte. „Wir sehen unsere Klinik als Haus der Maximalversorgung sowie als Ausbildungsstandort gefährdet“, warnen acht Oberärzte in einem Brandbrief an die kaufmännische Geschäftsleitung. Die Personaldecke am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin werde immer dünner – so der Tenor des Schreibens vom 17. März, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.

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Ärzte der Kinderklinik schlagen Alarm

In einem internen Schreiben an die Geschäftsführung des Uni-Klinikums beklagen alle Oberärzte der Uni-Kinderklinik, dass es zu wenig Personal gibt.

Auf einer Kinder-Intensivstation eines deutschen Krankenhauses wird ein „Frühchen“ behandelt. Marburger Oberärzte sehen die Qualität in der Uni-Kinderklinik gefährdet. 
Marburg. In einem dreiseitigen Schreiben an die Geschäftsführung der Uni-Klinikum Marburg und Gießen GmbH, das der OP seit Mittwoch vorliegt, weisen die Kinder- und Jugendmediziner darauf hin, dass es nach einer massiven Leistungserweiterung im Intensivbereich versäumt worden sei, genügend Arztstellen bereitzustellen. Die Folge seien immer schlechtere Arbeitsbedingungen.

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„Ärzte sehen Aufkauf-Politik mit großer Sorge“

Verwundert über das Konzept der Rhön-Klinikum AG zum Erwerb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist Dr. Hartmut Hesse, Vorsitzender der Ärztegenossenschaft „Prävention in Marburg“ (PriMa).

Die Rhön-Klinikum AG ist 95-prozentiger Eigner des Klinikums und plant die Ausweitung des ambulanten Sektors.
Marburg. Dr. Christoph Straub, Vorstandsmitglied des 95-prozentigen Uni-Klinikums-Eigners Rhön, hatte zur Begründung des MVZ-Konzeptes gesagt, dass so die Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung deutlich verbessert werden sollte (die OP berichtete). „In Marburg haben wir verglichen mit anderen Regionen eine hohe Facharztdichte. Das bedeutet, dass aus unserer Sicht die ambulante Versorgung bereits gut funktioniert“, sagt Hesse der OP. Mit der 2008 gegründeten Ärztegenossenschaft „PriMa“ vertritt er mehr als 220 niedergelassene Fach- und Hausärzte im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

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„Privatisierungen stoppen“

Nadja Rakowitz, Geschäftsführerin des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte, fordert im FR-Interview eine Kehrtwende bei der Privatisierung von Krankenhäusern.
Krankenhäuser stehen unter starkem Kostendruck. Die kommunalen üben sich in Kooperationen. Die privaten Betreiber stehen bereit, um weitere öffentliche Häuser zu kaufen. Was sind die Gefahren?
Medizinische Entscheidungen werden ökonomischen untergeordnet. Das geht in zwei Richtungen: Man kann an medizinisch Notwendigem sparen oder der Patient bekommt überflüssige Leistungen. Beides passiert in den Krankenhäusern.

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